Fastenwoche

Fastenwoche

Die Fastenzeit ist im Christentum eine Zeit der Vorbereitung auf hohe Feste wie Ostern und Weihnachten (auch die Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeit). Der Zugang zur Fastenzeit bzw. zum Fasten ist heute etwas verloren gegangen, Fasten bedeutet heute eher, ein paar Kilos loszuwerden. Aber Fasten als Vorbereitung auf das Osterfest hin? Das kommt uns eher befremdlich vor. Da kommen uns ziemlich schnell Begriffe wie leiden, verzichten, sich quälen in den Sinn.
Die Feste, vor denen eine Fastenzeit liegt, sind immer auch Feste der Befreiung und der Freude. Und so möchte auch Fasten verstanden werden, nicht als Zwang, nicht als freudlose Pflichtübung, sondern als ein Einüben in die Freiheit. Oft sind wir in unserem Leben «gefangen» von äusseren Abhängigkeiten, die uns nicht unbedingt gut tun. Die Zeit des Fastens ist eine Zeit der Umkehr und Besinnung, sie gibt uns die Möglichkeit, uns neu auszurichten und vorzubereiten, uns auf Wesentliches und Wichtiges zu besinnen. Der Versuch, sich von schlechten Gewohnheiten und äusseren Zwängen zu befreien, führt zur inneren Freiheit, zu innerem Frieden. Fasten in diesem Sinne bringt mich mir selbst näher. Es ist eine Chance, etwas in meinem Leben anders und besser zu machen. Ich kann versuchen, meine wahren Träume und Sehnsüchte vom Leben in kleinen Schritten in die Tat umzusetzen.
Fasten tut aber nicht nur der Seele gut, sondern auch dem Körper, der gereinigt wird. «Abfall», der sich im Laufe der Zeit angesammelt bzw. abgelagert hat, kann im Verlauf des Fastens abgebaut werden.
Wir laden als Kirchgemeinden jedes Jahr in der Passionszeit zu einer Fastenwoche nach Otto Buchinger ein. Vorgängig laden wir zu einem Informationsabend ein, an welchem wir den Ablauf der Woche vorstellen und Fragen beantworten.

Die Ausschreibung und die Anmeldung zur nächsten Fastenwoche können Sie hier zu gegebener Zeit herunterladen.

Geleitet wird die Fastenwoche von Elvira und Bernhard Harnickell.